Kostenfreies Rezept

Zahncreme selbst machen

Ein Esslöffel Kokosöl, ein paar Zutaten aus der Küche – angerührt in wenigen Minuten.

1. Einleitung

Warum ich mir meine Zahncreme rühre

Fertige Zahnpasten stecken voller Zusätze – und genau das ist für mich der Grund, es selbst zu machen. Das Kokosöl bringt Laurinsäure mit, die Bentonit-Erde bindet Plaque, Säuren und gewisse Bakterienfragmente, und das Natron gleicht den pH-Wert aus – das kommt einer gesunden Mundflora zugute. Birkenzucker (Xylit) rundet die Mischung zur Kariesprophylaxe ab.

2. Zutaten

Das brauchst du

Achtung – lebensgefährlich für Haustiere

Birkenzucker (Xylit) ist für Hunde und andere Haustiere hochgiftig – schon kleine Mengen können lebensgefährlich sein. Bewahre die Zahncreme und alle Zutaten unbedingt unerreichbar für Tiere auf und räum sie nach dem Putzen weg.

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3. Zubereitung

Anrühren in wenigen Minuten

  1. 1.Das Kokosöl in ein sauberes Schraubglas geben – es sollte weich, aber nicht ganz flüssig sein.
  2. 2.Bentonit-Erde, Natron und Birkenzucker dazugeben und mit einem Löffel zu einer gleichmäßigen Paste verrühren. Dafür am besten einen Holzlöffel nehmen und kein Metall – Bentonit-Erde und Metall vertragen sich nicht.
  3. 3.Wasserstoffperoxid (oder als mildere Variante Wasser) einrühren, zuletzt je zwei Tropfen Pfefferminzöl und Oreganoöl – fertig.

Variante bei Zahnfleischproblemen

Statt des Birkenzuckers nehme ich manchmal Manuka-Honig – und dann zusätzlich einen weiteren Tropfen Oreganoöl dazu, wenn jemand Probleme mit dem Zahnfleisch hat oder sonst entzündliche Herausforderungen im Mundbereich.

Deckel erst später fest verschließen

Durch das Wasserstoffperoxid arbeitet die Mischung und schlägt Blasen. Deshalb stelle ich sie in ein Glas mit Deckel, lege den Deckel erst einmal nur auf und stelle das Ganze dunkel und kühl hin. Erst nach ein paar Stunden verschließe ich es komplett.

4. Anwendung

So nutzt du die Creme

Ein kleines Stück auf die Zahnbürste nehmen und wie gewohnt putzen, anschließend gründlich ausspülen. Die Creme nicht schlucken. Der Hygiene wegen am besten mit einem kleinen Spatel entnehmen – kein Metall, denn Bentonit-Erde und Metall vertragen sich nicht. Aufbewahrt wird sie verschlossen, dunkel und kühl.

5. Gut zu wissen

Noch mehr Mundhygiene

In meinen Büchern findest du noch viel mehr rund um Mundhygiene. Zwei Dinge erwähne ich gern an dieser Stelle: Ölziehen, das viele in ihre Morgenroutine einbauen – und bei gewissen Herausforderungen eine Mundspülung mit Salzwasser oder Natronwasser, oder auch grüner Tee. Alles ergänzende Pflege, keine Behandlung.

Wenn du wie ich generell Herausforderungen im Mund- und Zahnbereich hast, kann ich persönlich zu Nahrungsergänzungsmitteln raten – bei mir haben sie einen Unterschied gemacht. Ich nehme dazu den Bio Zahnkomplex von PURE Supplements.

6. Gut zu wissen

Ehrliche Grenzen

Selbst gemachte Zahncreme ersetzt nicht den Zahnarzt. Sie enthält kein Fluorid – deshalb solltest du sie immer mit deinem Zahnarzt besprechen, wenn es Herausforderungen gibt. Und eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung setzt sie ohnehin voraus.

Bei Schmerzen oder andauernden Problemen im Mund- und Zahnbereich bitte immer zuerst zum Zahnarzt. Ätherische Öle in der Mundpflege nur in den angegebenen winzigen Mengen einsetzen und die Mischung nicht schlucken.

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